Vielleicht habt ihr euch gewundert, warum es in letzter Zeit etwas ruhiger um uns geworden ist. Tatsächlich war der letzte Monat für uns alles andere als ruhig – im Hintergrund konnten wir einige wichtige Termine wahrnehmen und erfolgreich meistern.

Wie das bei vielen Projekten so ist, lässt sich leider nicht alles sofort mit der Öffentlichkeit teilen. Das fällt uns nicht immer leicht! Denn oft sind es genau diese Etappenziele, die für uns besonders wichtig sind – und die wir am liebsten sofort mit euch feiern würden.

Doch was wir sagen können: Wir sind weiterhin mit vollem Einsatz und jeder Menge Energie dabei! Und wir freuen uns sehr, dass wir euch heute zumindest ein konkretes Projekt vorstellen können.

Die Fachhochschule, die uns bereits im vergangenen Winter mit einer fundierten Machbarkeitsanalyse unterstützt hat, hat nun in vielen intensiven Arbeitsstunden eine umfassende Marktanalyse für uns erstellt.

Wir sind beeindruckt von diesen Studierenden, die sich mit großem Engagement und Sorgfalt in unser Thema eingearbeitet haben. Ihr Blick von aussen, gepaart mit professioneller Herangehensweise, war für uns äusserst wertvoll.

Weiter unten findet ihr einige spannende Auszüge aus dem Abschlussbericht der Marktanalyse.

 

Frage: Können Sie sich eine Geburt in einem Geburtshaus vorstellen?

Diese Frage spricht beide Personengruppen an, die mit und die bisher ohne Kinder. Über 70% der Befragten (244) sehen einer Entbindung positiv (Ja ganz bestimmt / Ja, wahrscheinlich) entgegen wobei davon knapp über 51% (126) bestimmt in einem Geburtshaus gebären würden. 20.5% der Befragten (70) sind der Entbindung in einem Geburtshaus negativ gesinnt, davon sagen 30% (21), dass sie «Nein, bestimmt nicht» in einem Geburtshaus gebären würden.

Frage: Welche Faktoren sind für Sie für Ihre Wahl des Geburtshauses entscheidend?

  1. Familiäre Atmosphäre; 216 Stimmen
  2. 1:1 Betreuung: 209 Stimmen
  3. Natürliche Geburt; 180 Stimmen
  4. Weniger Stress; 149 Stimmen
  5. Nähe zum Kantonsspital; 110 Stimmen

Heutzutage erfolgen die meisten Geburten in einem Spital während Hausgeburten und Ge-burten im Geburtshaus noch eher selten sind. Dies ist unseres Erachtens darauf zurückzu-führen, dass dieses Angebot im geplanten Einzugsgebiet noch nicht vorhanden ist. Die Frauen, die noch keine Geburtserfahrung gemacht haben, tendieren klar zu einer Geburt im Spital oder Geburtshaus. Diese Statistik zeigt wiederum auf, dass eine Offenheit für eine Entbindung im Geburtshaus besteht. Auch Frauen, die bereits eine Geburtserfahrung ge-macht haben, können sich eine Geburt im Geburtshaus durchaus vorstellen.

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen deutlich: Das Interesse an einem Geburtshaus in Graubünden ist gross. Über 50% der Befragten können sich vorstellen, in einem Geburts-haus zu entbinden. Auch unter jenen, die noch keine Geburtserfahrung haben, ist die Bereit-schaft zur Geburt in einem Geburtshaus hoch. Die Antworten verteilen sich nahezu gleich auf die Optionen Spital und Geburtshaus, was auf ein starkes Bedürfnis nach alternativen, individuellen Geburtsorten hindeutet.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass ein Geburtshaus als sinnvolle Ergänzung zur bestehenden geburtshilflichen Infrastruktur wahrgenommen wird. Die Umfrage bestätigt somit ein klares Potenzial für ein Geburtshausangebot in der Region, das den Wünschen vieler werdender Eltern entgegenkommt.