Der Tag beginnt mit einem Kaffee und dem Blick in die Surselva vom Küchenfenster aus. Immer wieder staune ich, an welch wunderbarem Ort wir leben und arbeiten dürfen. Die Felder blühen in den kräftigsten Grün- und Gelbtönen und wärmen das Herz. Der Tagesablauf läuft durch den Kopf, die Kinder haben Ferien, das bedeutet, das viel Familienzeit geplant wird. Nun morgens, wenn alle noch schlafen, kann ich etwas an unseren Posts für die sozialen Medien arbeiten. Wie kann man das Geburtshaus am besten integrieren frage ich mich?! Wieder einmal bewegen wir uns hier an einem Ort, an dem Fachwissen fehlt.

Ein anderes Thema beschäftigt uns. Wir machen uns Gedanken über die Raumeinteilung unseres Geburtshauses. Wie viele Gebärzimmer braucht es? Wie viele Wochenbettzimmer machen Sinn? Es braucht auch Nebenräume wie zum Beispiel eine Garderobe, eine Waschküche, Ausguss, Büro- und Kursraum. Wie gross soll die gesamte Fläche sein? Fragen über Fragen. Da wir alle drei im Regionalspital gearbeitet haben, haben wir ein ungefähres Gefühl für diese Grösse und das Arbeiten in diesem Rahmen. Darum können wir in Etwa einschätzen, was alles gebraucht wird. Die Unsicherheit jedoch bleibt. Haben wir an alles gedacht? Das Erarbeiten eines Raumkonzeptes ist eine spannende Aufgabe. Es fühlt sich ein wenig an, wie Puzzle zusammensetzen. Welcher Raum passt am besten neben den anderen? Soll das Gäste-WC direkt neben den Kursraum geplant werden oder doch lieber im Eingangsbereich? Es ist ein kreativer Prozess. Wir planen, diskutieren, dann lassen wir es ein paar Tage wirken, um es dann ein weiteres Mal zu studieren, zu kommentieren, zu verwerfen und neu zu planen. Spannende Angelegenheit!